Das “prismatische” Lernbüro

Ganz nach dem Motto: “Nicht für jeden das Gleiche, aber für jeden das Beste”

Die Prismaschule als Städtische Gesamtschule in Langenfeld arbeitet seit Beginn des Schuljahres 2015/16 in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch mit der Unterrichtsform Lernbüro. Was ist das denn eigentlich genau??

An der Prismaschule wird das Lernbüro im Klassenverband als Fachunterricht durchgeführt, um einerseits die permanente Unterstützung durch eine/n Fachlehrer/in zu bieten und andererseits sicherzustellen, dass die Schülerinnen und Schüler sich gleichermaßen mit den Hauptfächern beschäftigen.

Das Lernbüro ist eine sehr offene, eigenverantwortliche Unterrichtsform in Anlehnung an die Freiarbeit oder Wochenplanarbeit. Die Arbeit im Lernbüro ist eng verknüpft mit dem Prismabuch, in dem die SuS ihren eigenen Lernprozess dokumentieren und evaluieren. Das Stundenraster der Prismaschule ist so angelegt, dass der Tag in Blöcke zu je 90 Minuten gegliedert ist, so dass alle Fächer in Doppelstunden unterrichtet werden.

Die Arbeit im Langenfelder Lernbüro besteht aus einem Kompetenzraster (KORA), einer Lernlandkarte sowie den einzelnen Lernplänen pro Unterrichtseinheit.

Auf der Lernlandkarte sind die einzelnen Kompetenzen einer Unterrichtseinheit aufgelistet und mit Aufgaben versehen für die Vorbereitung auf die Klassenarbeit. Die Lernlandkarte gibt den Schülerinnen und Schülern einen Überblick darüber was in der Unterrichtseinheit erlernt wird.

Lernlandkarte LH 1 Unit 1

 

Zu jeder Kompetenz gibt es einen Lernplan auf dem mittig die Kompetenz steht. Im oberen Teil sind die Basis-Aufgaben versehen mit Kompetenz, Sozialform und Aufgaben. Zusätzlich gibt es Prisma-Aufgaben und Extra-Aufgaben auf dem Lernplan. Die Prisma-Aufgabe ist wenn möglich eine handlungsorientierte Aufgabe.

Unit 1 LP 1

Das Lernbüro bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, selbstständig, im eigenen Tempo und dem eigenen Niveau entsprechend an den Aufgaben zu arbeiten. Die Materialien (Lernlandkarte, Lernpläne, Arbeitsblätter, Laptops für Audioaufgaben und Musterlösungen) liegen in farbigen, den Unterrichtsfächern entsprechenden Ordnern für die Schülerinnen und Schüler bereit.

 

Die Schülerinnen und Schüler lernen in der Lernbüroarbeit ihren Lernprozess zu planen, zu überprüfen und zu reflektieren. Diese Kompetenzen werden schrittweise ab dem Jahrgang 5 erlernt und durch die Lehrperson unterstützt. Die Unterrichtsform Lernbüro bedeutet aber nicht, dass es keine zentralen Phasen mehr im Unterricht gibt. In jedem Fach gibt es immer noch zentrale Kommunikationsphasen, denn gerade im Englischunterricht ist dies wichtig, um die Sprache adäquat erlernen zu können. Zur besseren Orientierung haben die Schülerinnen und Schüler in ihren Klassen sogenannte “Fahrpläne”.

Im Lernbüro sitzen die Schülerinnen und Schüler in der “Lernbürositzordnung”, wenn es die Klassenraumgröße zulässt 🙂 Das bedeutet, dass die Tische an den Rand geräumt werden und die Schülerinnen und Schüler außen herum sitzen, so dass in der Mitte Platz geschaffen wird für Partnerarbeiten und den runden Tisch. Der runde Tisch ist eine Form, um Kleingruppen individuell zu fördern oder zu fordern. Hier können runde Tische zu verschiedenen Themen angeboten werden und die Schülerinnen und Schüler können sich dafür anmelden.